Das Colloquium von Fellow Martin Weber zu seinem Forschungsprojekt an der Akademie und dem Buch, das er in Bonn schreibt, drehte sich darum, wie die fundamentale ökologische und die soziale Frage zusammen gedacht werden können. Die komplexe Verstrickung kann als eine der großen Herausforderung für eine sinnvolle politische Transformation gesehen werden, die beispielsweise die schädlichen Auswirkungen moderner Landwirtschaft auf das Klima aufhält und den Druck auf Gesellschaften durch die Vorgabe schnellen Wirtschaftswachstums mindert. Mit einem Blick auf erfolgreiche lokale Projekt, etwa in Äthiopien, Andalusien oder Mexiko, zeigt Martin Weber die Möglichkeiten auf, wie in solidarischen Gemeinschaften Modellprojekte langfristig umgesetzt werden und wie das zum globalen Lernen beitragen kann. Beispielsweise können die Erfahrungen, die von so bekannten Gruppen wie La Via Campesina, die sich neben ihren Kampagnen für Nahrungssouveränität und gegen genmanipuliertes Saatgut auch gegen Gewalt an Frauen einsetzt, für einen solidarischen transnationalen Lokalismus handlungsleitend werden. Damit zeigt Martin Weber einen wichtigen Weg aus, wie auch in Phasen politischen Stillstands Fortschritte möglich werden.
Fellow Kolloquium