In Kooperation mit dem Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS), dem Center for Reconciliation Studies, und dem Global Heritage Lab der Universität Bonn fand am 11. März eine öffentliche Abendveranstaltung über den deutschen Kolonialismus und die deutsch-namibische Vergangenheit statt. Unter der Moderation von AIA Fellow Heloise Weber diskutierten der deutsch-namibische Politikwissenschaftler Henning Melber, Julia Manek von Medico International und Katharina B. Hacker vom International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) der Universität Göttingen über die Frage wie gerade angesichts der aktuellen Weltlage Zusammenarbeit vor dem Hintergrund einer Aufarbeitung der kolonialen Geschichte gelingen kann.
Im Mittelpunkt stand der erste Genozid Deutschlands im 20. Jahrhundert in Namibia. Es wurde ausführlich herausgearbeitet, wie präsent die Folgen des Kolonialismus noch im heutigen Namibia sind und wie wenig sie nach wie vor in Deutschland präsent sind. Alle Teilnehmer unterstrichen, wie sehr diese Vergangenheit ihre Spuren in der heutigen Geopolitik und Diplomatie hinterlassen hat und wie stark sie unsere Debatten über Ungleichheit und Demokratie oftmals unbewusst nach wie vor beeinflussen. Eine kritische Debatte ist unerlässlich für die transnationalen Bemühungen zum Aufbau solidarischer Beziehungen und „gerechter Wiedergutmachung“, sofern es diese überhaupt geben kann.






