Im Rahmen der Global Policy Dialogues konnten wir am 20. Januar Prof. Dr. Eva Marlene Hausteiner von der Universität Nürnberg/Erlangen begrüßen. Sie widmete sich in ihrem Vortrag der Bedeutung von Imperien als Akteuren der internationalen Beziehungen und dabei insbesondere der Frage, wie Imperien Macht ausüben. Sie stellte zwei methodische Ansätze vor, wie sich Imperien in der Forschung konzeptualisieren lassen: einerseits aus empirischer Perspektive, innerhalb derer vor allem konkrete Aspekte von Imperien wie politische und militärische Macht, geografische Ausdehnung etc. beschrieben werden, und andererseits aus konzeptioneller Perspektive, in der zumeist mit Kriterienkatalogen gearbeitet wird, die einen Idealtyp beschreiben.
Nach einer kurzen Diskussion der Vor- und Nachteile entschied sie sich für eine dritte Perspektive, die auf die Ideen und Gedanken von Imperien in den Köpfen abstellt. Welches Netz an Ideen hält eine Gruppe von Menschen in einem Imperium zusammen? Mit Fragen wie diesen und der Fokussierung auf die Bedeutung von imperialen Haltungen lässt sich der alte Begriff Imperium fruchtbar auf aktuelle Herausforderungen übertragen. Dieser Impuls wurde von den Fellows und Gästen der Akademie umfassend diskutiert.