AIA Fellow Martin Weber stellte sein Forschungsprojekt zur Verbindung der sozialen mit der ökologischen Frage in politischen Gemeinschaften vor. Sein Projekt geht von der Prämisse aus, dass die ökologische Frage, die weit mehr umfasst als nur den Klimawandel, die entscheidende Gegenwartsfrage macht. Diese stellte er in Beziehung Bezug zur Genese der sozialen Frage für gängige Verständnisse von Politik, Autorität, Legitimation und Recht. Er argumentierte eindringlich, warum die Umwälzungen die uns mit der Ankunft der ökologischen Frage erwarten, wenigstens ebenso fundamental und weitreichend sein werden. Weiterhin führte er aus, warum alle Umweltpolitik konstitutiv lokal gedacht werden muss, und warum Lokalität nicht zwingend and Territorialismus geknüpft werden muss. Vor diesem theoretischen Hintergrund ging er auf diverse Fallbeispiele wie Kommunen in Andalusien oder das Las Gaviotes Projekt in Kolumbien ein. Insbesondere diese und weitere Fallbeispiele wurden im Kreise der Fellows intensiv diskutiert. Am Ende stand die auch für Martin Weber noch offene Frage, wie man die translokalen ökosozialen Politiken zu einer globalen Umweltpolitik zusammenführen kann.
Fellow Kolloquium