Die Zusammenhänge zwischen humanitärer Entwicklung und den Aussichten auf Frieden wurden in einer Sitzung der parlamentarischen Gruppe „Polen, Ukraine, Mittel- und Osteuropa, Baltikum“ erörtert, die die AIA-Associate-Fellow Dr. Mariia Levchenko eingeladen hatte, auf der Grundlage ihrer Forschungen in der Ukraine einen Beitrag zu leisten. Angesichts des anhaltenden russischen Krieges gegen die Ukraine hat sich die humanitäre Lage in vielen Regionen der Ukraine dramatisch verschärft. Insbesondere die Sicherheit von Menschen mit Behinderung ist bedroht, auch weil viele Teile des Landes mit Landminen übersät sind.
Darüber hinaus leiden ehemalige und aktive Soldaten sowie viele Zivilisten unter posttraumatischen Belastungsstörungen, ohne dass angemessene psychologische Betreuung zur Verfügung steht, und viele Tausende von Kindern, die von russischen Streitkräften entführt wurden, sind noch nicht nach Hause zurückgekehrt. Die Gruppe zeigte besonderes Interesse an der Rolle Deutschlands bei der Unterstützung der Ukraine, sowohl durch finanzielle Hilfe als auch durch die Vorbereitung auf die Rückkehr von Flüchtlingen nach Kriegsende. Dr. Levchenko dankte Deutschland und hob die wichtigen Beiträge hervor, die das Land NRW mit seiner Industriepolitik beim Wiederaufbau der Ukraine leisten könne. Der Vorsitzende der Delegation, André Kuper, derzeitiger Präsident des Landtags von NRW, erwähnte, dass die Delegation solches Fachwissen begrüße und dass Informationen aus erster Hand entscheidend für das Verständnis der Lage in der Ukraine seien.
Der Abgeordnete Josef Neumann fügte hinzu, dass in Nordrhein-Westfalen eine beträchtliche Anzahl von Menschen mit Behinderung untergebracht ist, die aus der Ukraine evakuiert wurden. Wie Associate Fellow Iulian Romanyshyn in seinen weiteren Ausführungen zur aktuellen Sicherheitslage betonte, bietet die Forschung an der Akademie eine wertvolle Grundlage für politische Entscheidungsprozesse und liefert differenziertes Wissen zu zentralen Fragen der internationalen Politik.




