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Webinar

Decentralizing Diplomacy: Subnational Perspectives on Inter-Regionalism across the AU, EU, and ASEAN

Am 29. Mai 2026 fand die Paneldiskussion „Decentralizing Diplomacy: Subnational Perspectives on Inter-Regionalism across the AU, EU, and ASEAN“ statt. Organisiert von Aliru Abiodun Adiatu und moderiert von Christian Bueger diskutierten die Teilnehmenden die wachsende Bedeutung subnationaler Diplomatie in den Beziehungen zwischen AU, EU, ASEAN und in anderen regionalen Integrationssystemen. Zu den Panelteilnehmenden gehörten Babatunde Obamamoye (International Development Department, British Academy International Fellow, University of Birmingham), Orestis Trasanidis (28Digital, Brussels, Belgium), AIA Assoicate Fellow Summar Iqbal Babar School of Politics and International Relations (Quaid-i-Azam University, Islamabad) sowie Aliru Abiodun Adiatu selbst.

Im Mittelpunkt stand die Rolle von Städten, Regionen und lokalen Regierungen als internationale Akteure. Während klassische Diplomatie vor allem Sicherheits- und Machtfragen behandelt, konzentrieren sich subnationale Kooperationen stärker auf Themen wie Klimaschutz, nachhaltige Entwicklung, Digitalisierung und lokale Wirtschaftsförderung. Die Panelisten betonten, dass globale Herausforderungen zunehmend lokal bewältigt werden müssen und die Umsetzung internationaler Strategien ohne kommunale Akteure kaum möglich ist. Städte gelten dabei als zentrale Motoren für Innovation, Handel und gesellschaftliche Transformation.

Diskutiert wurde zudem, wie Paradiplomatie in einer geopolitisch angespannten Welt neue Handlungsspielräume eröffnet. Gleichzeitig wurde auf mögliche Risiken hingewiesen, etwa eine Fragmentierung außenpolitischer Interessen. Besonders hervorgehoben wurden direkte Kooperationen zwischen Städten in Afrika, Europa und Asien, die oft praxisnäher und effizienter seien als klassische staatliche Entwicklungszusammenarbeit – etwa bei digitaler Bildung oder grünen Technologien. Insgesamt zeigte die Veranstaltung, dass internationale Zusammenarbeit zunehmend dezentral organisiert wird und lokale Akteure eine immer wichtigere Rolle in globalen politischen Prozessen spielen.