Sicherheit bedeutet heute weit mehr als militärische Verteidigungsfähigkeit, sie umfasst ebenso die Resilienz staatlicher Institutionen, den Schutz kritischer Infrastrukturen, wirtschaftliche und technologische Souveränität sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Vor diesem Hintergrund gewinnt das Konzept der Comprehensive Security zunehmend an Bedeutung. Es verfolgt einen integrierten Ansatz, der militärische Stärke, zivile Resilienz und internationale Zusammenarbeit miteinander verbindet. Sicherheit wird damit zu einer gesamtstaatlichen und europäischen Gemeinschaftsaufgabe.
Hier stellen sich die Staaten in Europa neu auf. Dabei ist es von zentraler Bedeutung, miteinander im Austausch zu bleiben, um voneinander lernen zu können. Wie lassen sich Verteidigungsfähigkeit, gesellschaftliche Resilienz und europäische Zusammenarbeit im Sinne einer Comprehensive Security wirksam miteinander verbinden? Welche Prioritäten setzen verschiedene Staaten angesichts der aktuellen Bedrohungslage? Und welche Voraussetzungen braucht Europa, um seine Sicherheit langfristig eigenständig und gemeinsam zu gewährleisten?