Europa befindet sich seit einiger Zeit in einer Polykrise. Verschiebungen globaler Machtverhältnisse, geopolitische Rivalitäten, wirtschaftliche Abhängigkeiten, technologischer Wandel und wachsende sicherheitspolitische Herausforderungen verändern Europas Position in der Welt grundlegend. Gleichzeitig bieten Phasen des Umbruchs die Chance, etablierte Denkmuster zu hinterfragen und Raum für innovative Lösungsansätze zu schaffen.
Seit ihrer Gründung verfolgt die Academy of International Affairs NRW (AIA NRW) genau diesen Anspruch: wissenschaftliche Expertise und praktische Perspektiven zusammenzubringen, um sich mit den Herausforderungen der Zukunft auseinanderzusetzen. In den vergangenen fünf Jahren sind interdisziplinäre Forschungsprojekte zu hochaktuellen Themen wie Raumpolitik, Desinformation und Künstlicher Intelligenz entstanden, die originelle und lösungsorientierte Beiträge zu aktuellen internationalen Debatten leisten.
Anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens bringt die Academy führende Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen, um Europas strategische Handlungsfähigkeit in den Mittelpunkt zu stellen. Das Symposium beleuchtet die politischen, wirtschaftlichen, technologischen und sicherheitspolitischen Dimensionen europäischer strategischer Autonomie sowie das Spannungsfeld zwischen Interdependenz und Souveränität in einer globalisierten Welt.
Highlights des Symposiums:
- Prof. Dr. Volker Perthes, Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), und Norbert Röttgen MdB diskutieren die Zukunft globaler Governance sowie die Rolle von Multilateralismus und Minilateralismus.
- Axel Petri, Deutsche Telekom AG, Jürgen Stock, ehemaliger Generalsekretär von Interpol, und Dr. Moritz Weiß, Ludwig-Maximilians-Universität München, beleuchten neue öffentlich-private Partnerschaften zum Schutz kritischer Infrastrukturen.
- Matthias Hauer, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge, Deutsches Institut für Entwicklung und Nachhaltigkeit (IDOS), sowie weitere führende Expertinnen und Experten diskutieren die Bedeutung wissenschaftlicher Institutionen für die Stärkung der europäischen strategischen Autonomie.
In drei Panels bringt das Symposium trans-, multi- und interdisziplinäre Perspektiven zusammen und geht der Frage nach, wie Europa seine Resilienz stärken, externe Schocks besser bewältigen und seine Fähigkeit zur Gestaltung globaler Governance ausbauen kann – ohne dabei seinem Bekenntnis zu Kooperation, Multilateralismus und gemeinsamen Werten zu verlieren.
Den Abschluss bildet ein festlicher Abendempfang zum fünfjährigen Bestehen der Academy of International Affairs NRW.