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Event-Format: Global Policy Dialogues

„Unsere Menschen sind nicht frei!“Kirchen und pluralistische Diplomatie imKampf um ein unabhängiges Namibia (1946–1990)

In diesem Vortrag wird David Brandon Smith die Ergebnisse eines laufenden Forschungsprojekts über die Rolle der Kirchen im Unabhängigkeitskampf Namibias vorstellen und neue Wege für die Forschung zur „pluralistischen Diplomatie“ aufzeigen – einem interdisziplinären Ansatz, der auf der Erkenntnis basiert, dass Nationalstaaten und zwischenstaatliche Organisationen nicht die einzigen Akteure sind, die das Weltgeschehen prägen. Als …

Wie handeln Imperien?

Sowohl die Forschung zur (Post-)Kolonialität als auch zum Imperialismus als treibende Kraft der internationalen Beziehungen hat gezeigt, dass Imperien zu den mächtigsten politischen Einheiten zählen. Aber wie üben Imperien ihre Macht aus? Um dieser grundlegenden Frage näher zu kommen, werde ich konkurrierende Vorstellungen von imperialer Macht und imperialem Handeln darlegen und mich für einen produktiven …

Der globale Süden und das Ende der Theorie der internationalen Beziehungen

Das aufkommende Bewusstsein des Globalen Südens erfordert eine kritische Reflexion der aktuellen Theorien der internationalen Beziehungen, insbesondere derjenigen, die im westfälischen System verwurzelt sind. Die meisten dieser Theorien gehen auf die historischen Interaktionen zwischen ehemaligen europäischen Kolonialstaaten zurück, die einen gemeinsamen Hintergrund haben, der aus den Religionskriegen, den daraus resultierenden Souveränitätsansprüchen sowie den Expansionskriegen und …

Gegenpolitik der Minderheiten zwischen alltäglichem Überleben und populistischer Geopolitik

Die Politik- und Sozialwissenschaften, insbesondere die Studien zu sozialen Bewegungen, haben eine wachsende Zahl von Forschungsarbeiten über den Aktivismus und die politische Mobilisierung von Migranten, Flüchtlingen und ethnischen Minderheiten hervorgebracht. Während diese verschiedenen Mobilisierungen in der Öffentlichkeit immer sichtbarer werden, scheinen sie sowohl in der Praxis als auch in den bestehenden akademischen Analysen noch immer …

Event-Report: Internationale Zusammenarbeit bei der „erzwungenen“ Rückführung von Migranten

Die Migrationsforscherin Zeynep Şahin Mencütek vom Bonn International Centre forConflict Studies (BICC) stellte bei diesem Global Policy Dialogue den Fellows und weiteren interessierten Gästen der Akademie ihre aktuelle Forschung zur Dimension der internationalen Zusammenarbeit im Zusammenhang mit der „erzwungenen“ Rückkehr von nicht autorisierten Migranten und Flüchtlingen vor.

Afghanistans Weg in die Moderne 1880-1930

Die fast zwanzigjährige westliche Intervention in Afghanistan endete am 15. August 2021 mit der Rückkehr der Taliban an die Macht. Das katastrophale Scheitern des westlichen Engagements war eine Folge des permanenten und oft gewaltsamen Konflikts zwischen Tradition und Moderne, der die afghanische Gesellschaft seit fast anderthalb Jahrhunderten prägt.