Discussion Paper
Ahyousha Khan
Summar Iqbal Babar
Reconfiguring European Security
Das europäische Sicherheitsumfeld hat sich nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 erheblich gewandelt, insbesondere angesichts der wachsenden Unsicherheit hinsichtlich der Glaubwürdigkeit der Sicherheitszusagen der USA. Dieser Beitrag untersucht die Ursachen des aktuellen Sicherheitsdilemmas Europas – das durch russische Zwangsmaßnahmen und Zweifel am Engagement der USA gekennzeichnet ist – und lotet mögliche Wege zur Stärkung der europäischen Sicherheit aus. Als Antwort darauf schlagen wir Glenn Snyders „Allianz-Sicherheitsdilemma“ vor, insbesondere das sekundäre Allianz-Dilemma für die transatlantische Sicherheit. Unter Anwendung dieser speziellen Theorie untersucht der Beitrag, wie asymmetrische Abhängigkeiten innerhalb der Beziehungen zwischen den USA und Europa Schwachstellen für Europa geschaffen haben, insbesondere in den Bereichen erweiterte Abschreckung, militärische Präsenz und Zugang zu fortschrittlichen sicherheitsrelevanten Technologien. Dieser Beitrag identifiziert SNNWs als eine tragfähige strategische, militärische und politische Option für Europa, um seine Sicherheit angesichts der Angst vor einem Verlassenwerden zu verbessern. Darüber hinaus argumentiert dieser Beitrag, dass Investitionen in SNNWs die Verlassenheitsängste Europas verringern können, indem sie die Selbstständigkeit erhöhen, die Eskalationskontrolle verbessern und die konventionelle Abschreckung stärken, während gleichzeitig die Bedenken der USA hinsichtlich einer „Falle“ gemindert werden, indem eine größere Verantwortung für regionale Abschreckung und Krisenmanagement auf die europäischen Verbündeten verlagert wird.