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RETHINK
POLITICS

Fallstudien zur umstrittenen Souveränität in Europa

Ziel dieses Workshops ist es, die Narrative rund um verschiedene Fälle von umstrittener Souveränität in Europa aus einer interdisziplinären Perspektive zu untersuchen. Der Workshop vergleicht und differenziert zwei konkurrierende Narrative, die immer dann entstehen, wenn Souveränität umstritten ist: Das eine Narrativ konzentriert sich auf den Zusammenhalt, das heißt, es betont die politische Union und die territoriale Integrität gegenüber dem Separatismus. Das konkurrierende Narrativ der Spaltung strebt eine Änderung des Status eines umstrittenen Gebiets an, die von der Forderung nach größerer Autonomie bis hin zur Erlangung der Unabhängigkeit oder dem Beitritt zu einer alternativen souveränen Union reichen kann.

Der Workshop wird sich auf drei europäische Fallstudien konzentrieren: Nordirland, Katalonien und die Ostukraine. Alle Fälle sind durch komplexe konkurrierende Narrative gekennzeichnet, die sich aus komplizierten historischen Hintergründen ergeben.

Der Workshop wird sich mit folgenden Fragen befassen: Welches sind die rhetorischen Mittel, die von den konkurrierenden Akteuren in diesen Konflikten eingesetzt werden? Wie unterscheiden sich diese von Fall zu Fall und inwiefern sind sie ähnlich? Auf welche Vorstellung von Wahrheit oder Genauigkeit berufen sich die Akteure in ihren Erzählungen? Und wie könnte ein Weg zur Lösung dieser Konflikte aussehen? Gibt es Szenarien, die die Forderungen nach Zusammenhalt und Trennung auf gewaltfreie Weise ausgleichen können?

Leitung:

Prof. Stephan Lewandowsky
University of Bristol, UK

Fellow AIA NRW

Kontakt:

Lisa Hartmann
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen

Ort:
Rheinallee 24, 53173 Bonn

Teilnahme:

Nicht öffentlich

 

Veranstaltungssprache:
Englisch